Die kleine Sojabohne Natto hilft in den Wechseljahren der Frau

Die kleine Sojabohne Natto hilft in den Wechseljahren der Frau

Die Vermutung, dass Soja gegen die unangenehmen Begleiterscheinungen in den Wechseljahren helfen könnte, beruht auf der Tatsache, dass Asiatinnen statistisch gesehen seltener unter Beschwerden im Klimakterium leiden als Frauen in westlichen Ländern.

Woher kommt das?

Zu den Lebensmitteln, die helfen, gehören drei traditionelle japanische Sojabohnenprodukte: Natto, Tofu und gebratener Tofu.

Speziell selektierte, besonders kleinsamige Sojabohnen werden gekocht, bakteriell fermentiert und sodann als Natto verzehrt.

Daidzein ist ein Isoflavon aus der Sojabohne

Es gibt drei Haupttypen von Isoflavon in Sojabohnen, Daidzein, Genistein und Glycitein, und jeder Typ hat vier verschiedene Formen, Aglykone, Glucoside, Malonylglucoside und Acetylglucoside. Daher gibt es 12 Arten von Soja-Isoflavonen, und ihre Zusammensetzung in Sojabohnen hängt auch von den Kultivierungsbedingungen, den Wachstumsstadien und den Bedingungen für die Lebensmittelverarbeitung ab (Graham 1991, Kudou et al., 1991, Quinhone et al., 2014, Kasuga et al., 2006).

Jüngste Studien haben berichtet, dass der gesundheitliche Nutzen von Isoflavonen bei Wechseljahrsbeschwerden auf individuelle Unterschiede in der Fähigkeit zur Produktion von Equol im Darm zurückzuführen sein könnte.

Equol ist ein von Mikrobiota produzierter Metabolit von Daidzein und hat eine viel größere Affinität zum Östrogenrezeptor und eine höhere antioxidative Aktivität als andere Isoflavone und ihre Metaboliten (Mitchell et al., 1998, Morita et al., 2001). Allerdings haben nur zwischen 30 und 50% der Menschen die Bakterien im Darm, und einige Studien legen nahe, dass die Wirksamkeit von Soja-Isoflavonen auf die menschliche Gesundheit durch ihre Fähigkeit zur Produktion von Equol beeinflusst wird (Setchell et al., 2002, Schmitte et al., 2001, Atkinson et al., 2004).

Daher wäre die Zusammensetzung von Isoflavonen in Sojabohnen und die Equol-Produktivität im Darm der Schlüssel zur Verbesserung der gesundheitlichen Vorteile .

(±) -Equol

Quelle: Tatsuya Sagara. Genetic, environmental and seed variation of spermidine and other polyamines in soybean. Dissertation. Mai 2020

Daidzein ist eine bioaktive Substanz mit gesundheitsfördernder Wirkung

Daidzein gehört zur Gruppe der Isoflavone, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gerechnet werden.

Daidzein weist mit dem Steroidhormon 17ß-Östradiol (weibliches Geschlechtshormon) strukturelle Ähnlichkeiten auf und besitzt damit die Fähigkeit, an Östrogenrezeptoren (ER), vor allem an die ER-ß-Rezeptoren – Typ-II-Östrogenrezeptoren – zu binden und diese für endogenes (körpereigenes) 17ß-Östradiol durch kompetitive Hemmung zu blockieren. Demnach entfaltet Daidzein bei erwachsenen prämenopausalen Frauen (Frauen vor der Menopause) mit hohem Östrogenspiegel eine antiöstrogene Wirkung.

Der überwiegende Teil an freiem Daidzein wird durch mikrobielle Enzyme in O-Demethylangolensin und Equol (4´,7-Isoflavandiol) umgewandelt und in dieser Form resorbiert .

Die Bildung von Equol ist von der Zusammensetzung der Colonflora abhängig und unterliegt starken individuellen Schwankungen.

Welche Bakterienstämme für die Equolsynthese verantworlich sind, ist durch die Forschungsarbeiten von C.Thawornkuno  und Christine Schröder aufgeklärt.

Die Daidzeinaufnahme ist mit dem Equol-Produktionsstatus durch einen Anstieg von Asaccharobacter celatus und Slackia isoflavoni convertens in der Darmmikrobiota verbunden.

Die relative Häufigkeit und Prävalenz von Asaccharobacter celatus und Slackia isoflavoniconvertens ist bei Equol-Produzenten im Darm signifikant höher als bei Equol-Nicht-Produzenten. Die Darmbakterien, die Daidzein in Equol umwandeln, sind nicht nur bei den Equolproduzenten, sondern auch bei den Nichtproduzenten vorhanden.

 

Asaccharobacter celatus AHU1763 ist ein grampositives, obligates anaerobes, nicht sporenbildendes, stabförmiges Bakterium, das anaerobe Bedingungen für seine Aktivität erforderte.

Quelle: Thawornkuno C, Tanaka M, Sone T, Asano K. Biotransformation of daidzein to equol by crude enzyme from Asaccharobacter celatus AHU1763 required an anaerobic environment. Biosci Biotechnol Biochem. 2009;73(6):1435‐1438. doi:10.1271/bbb.80908

und

Slackia isoflavoniconvertens  Quelle: Matthies et al 2009

Die Induktion der Enzyme wurde hier durch den Nachweis der Daidzein-umwandelnden Aktivität in Zellextrakten von S. isoflavoniconvertens geprüft und bedarf die Gegenwart von Daidzein, in  Daidzein-Abwesenheit, konnte das Bakteruim nicht gezüchtet werden.

Quelle: Identification and Expression of Genes Involved in the Conversion of Daidzein and Genistein by the Equol-Forming Bacterium Slackia isoflavoniconvertens. Christine Schröder.

 

Natto House ist ein künstlerisches Forschungsprojekt

Das Wiener Künstlerduo hoelb/hoeb (AT), Barbara Hölbling und Mario Höber, betreuen eine Nattō Co-operation – Nattō HOUSE für das Forschungsprojekt Gesund Altern in der Steiermark.

Das Natto House ist ein künstlerisches Forschungsprojekt und eine Vermittlungsoffensive, die sich mit den Themen gesundheitlicher Altersvorsorge und Altersprävention beschäftigt. In Form künstlerischer Versuchsanordnungen und Vermittlungsprogrammen werden Beteiligungsmodelle geschaffen, die gesundheitsfördernde Ernährungsmaßnahmen erproben und mit künstlerischer Wissensvermittlung kombinieren. Im Zentrum steht die Produktion und Verarbeitung fermentierter Sojabohnen, wobei Pflanzen gratis in der Region Feldbach vergeben und gemeinsam mit den Einwohnern kultiviert und zu NATTO verarbeitet werden.

Quelle:file:///C:/Users/EDI~1.DES/AppData/Local/Temp/Beilage%20Ergänzungen%20NATTO%20HOUSE%20.pdf

 

Ihr Eduard Rappold

NUGENIS 

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Epigenetik und Gesundheit

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Eduard Rappold

Dr. Eduard Rappold, MSc ist ein erfahrener Forscher und Arzt, der sich seit Jahrzehnten für geriatrische PatientInnen einsetzt. In seinem Bemühen für Alzheimer-Erkrankte eine immer bessere Versorgung zu ermöglichen, wurde er 2003 mit dem Gesundheitspreis der Stadt Wien für das Ernährungszustandsmonitoring von Alzheimer-Kranken ausgezeichnet. Im Zuge seines Masterstudiums der Geriatrie hat er seine Entwicklung des Epigenetic Brain Protector wissenschaftlich fundiert und empirisch überprüft. Im September 2015 gründete er NUGENIS, ein Unternehmen, mit dem er Wissenschaft und Anwendung zusammenbringen möchte. Damit können Menschen unmittelbar von den Ergebnissen der Angewandten Epigenetik für ihre Gesundheit profitieren. Mit dem Epigenetic Brain Protector hat Dr. Eduard Rappold, MSc bereits für internationales Aufsehen gesorgt – auf der international wichtigsten Innovationsmesse, der iENA, wurde er 2015 mit einer Goldmedaille für hervorragende Leistungen zum Schutz vor Neurodegeneration ausgezeichnet. Auf den Webseiten epigenetik.at und facebook.com/nugenis können Themen zur Epigenetik und Aktuelles nachgelesen werden.