Angst als psychologische Triebkraft bei Coronagegnern und Coronabefürwortern

Angsterkrankungen können bei Coronagegnern eine bedeutende Rolle spielen – aber oft auf eine paradoxe Weise. Während viele Kritiker von Corona-Maßnahmen als „ängstlich gegenüber staatlicher Kontrolle“ wahrgenommen werden, könnte ihre Haltung teilweise selbst auf Angst basieren – allerdings mit einer anderen Ausrichtung als bei Befürwortern der Maßnahmen.


1. Angst als psychologische Triebkraft bei Coronagegnern

Viele Coronagegner zeigen eine spezifische Form von Angst, die sich in bestimmten Denkmustern und Verhaltensweisen äußert:

(1) Angst vor staatlicher Kontrolle & Freiheitsverlust

  • Befürchtung, dass Regierungen durch Corona-Maßnahmen Bürgerrechte dauerhaft einschränken.
  • Misstrauen gegenüber Wissenschaft, Politik und Medien („Manipulation“, „Agenda“).
  • Angst, dass Maßnahmen ein präzedenzloses Kontrollsystem etablieren.

(2) Angst vor Impfstoffen & gesundheitlichen Schäden

  • Sorgen über Langzeitfolgen und Nebenwirkungen („RNA-Veränderung“, „Unfruchtbarkeit“ etc.).
  • Angst, dass Pharmaunternehmen oder Regierungen Daten manipulieren.
  • Misstrauen gegenüber „Big Pharma“ als machtgieriger Industrie.

(3) Angst vor globalen Eliten & Verschwörungen

  • Vorstellung, dass geheime Gruppen oder Superreiche die Pandemie nutzen, um Macht zu gewinnen („Great Reset“, WHO-Kontrolle).
  • Verbindung zu bestehenden Verschwörungsnarrativen (z. B. 5G, Eugenik, Transhumanismus).
  • Angst, dass Bürger gezielt „umerzogen“ werden sollen.

(4) Angst vor sozialer Isolation und Zwangsmaßnahmen

  • Misstrauen gegenüber Maskenpflicht und Lockdowns als Symbol für Fremdbestimmung.
  • Sorge, durch Impfpflicht oder digitale Gesundheitskontrollen vom öffentlichen Leben ausgeschlossen zu werden.
  • Angst vor wirtschaftlichem Ruin durch staatliche Restriktionen.

Die Angst ist nicht primär vor dem Virus, sondern vor gesellschaftlichen und politischen Folgen der Pandemie.


2. Parallelen zu Angsterkrankungen & Zwangsstörungen

Viele Denkmuster von Coronagegnern ähneln kognitiven Verzerrungen, die auch bei Angststörungen und Zwangsstörungen auftreten:

> Katastrophisierung: „Das Virus ist harmlos, aber die Maßnahmen werden die Welt für immer zerstören.“

> Selektive Wahrnehmung: Fokus auf Impfnebenwirkungen, nicht auf Vorteile.


> Misstrauen & Kontrollverlust: Glauben, dass Medien, Wissenschaft oder Politik systematisch lügen.

> Zwanghaftes Sicherheitsbedürfnis: Manche suchen nach „alternativen Heilmethoden“, um sich selbst zu schützen.

Führt zu Vermeidungsverhalten & Kontrollmechanismen:

  • Ablehnung von Masken, Tests, Impfungen = Schutz vor einem gefühlten Kontrollverlust.
  • Übermäßige Beschäftigung mit „alternativen Informationen“ als Zwang zur Selbstberuhigung.

Die Angst von Coronagegnern ist nicht irrational, sondern anders gerichtet – statt vor dem Virus fürchten sie Kontrollverlust, Manipulation und langfristige Konsequenzen.


3. Sind Coronagegner anfälliger für Angsterkrankungen?

> Ja, wenn…

  • Sie bereits eine generalisierte Angststörung (GAS) oder Zwangsstörung haben.
  • Sie hohe Unsicherheitsintoleranz aufweisen und Kontrollverlust schwer ertragen können.
  • Sie an paranoider Angst oder sozialem Misstrauen leiden (z. B. „der Staat will uns manipulieren“).
  • Sie Verschwörungsneigungen haben (oft mit Angststörungen verknüpft).

> Nein, wenn…

  • Ihr Widerstand eher politisch-ideologisch als emotional ist.
  • Sie rational begründete Skepsis gegenüber bestimmten Maßnahmen haben.
  • Sie persönliche Erfahrungen gemacht haben, die sie misstrauisch machten (z. B. Impfreaktionen, wirtschaftlicher Schaden).

Nicht jeder Coronagegner hat eine Angsterkrankung – aber überdurchschnittlich viele zeigen angstverwandte Denkmuster, oft in Kombination mit Misstrauen und Kontrollbedürfnis.


4. Psychologischer Gegensatz zu Maßnahmen-Befürwortern

Während Coronagegner oft Angst vor Kontrolle haben, zeigen Befürworter der Maßnahmen oft eine ganz andere Form von Angst:

Coronagegner (Misstrauens-Angst) Maßnahmen-Befürworter (Gesundheits-Angst)
Angst vor Freiheitsverlust & Diktatur Angst vor Krankheit & Sterben
Misstrauen gegenüber Wissenschaft & Politik Vertrauen in Institutionen & Experten
Katastrophisierung staatlicher Kontrolle Katastrophisierung der Pandemie
Suche nach „geheimem Wissen“ Orientierung an offizieller Wissenschaft
Fokus auf Langzeitfolgen von Impfstoffen Fokus auf Long Covid & Überlastung des Gesundheitssystems
Vermeidung von Maßnahmen (Masken, Tests, Impfung) Striktes Einhalten aller Regeln

Beide Seiten haben Angst – aber vor völlig unterschiedlichen Dingen.


Coronagegner zeigen oft Misstrauens-Angst & Kontrollverlustangst, während Maßnahmen-Befürworter eher Gesundheits- und Existenzangst zeigen.

Beide Ängste sind in Krisen natürlich – aber extreme Formen können zu irrationalen Denkmustern führen.

Zentrale Erkenntnis:

Angst ist auf beiden Seiten des Diskurses vorhanden – nur die Objekte der Angst unterscheiden sich radikal.

Dr. Eduard Rappold, MSc ist ein erfahrener Forscher und Arzt, der sich seit Jahrzehnten für geriatrische PatientInnen einsetzt. In seinem Bemühen für Alzheimer-Erkrankte eine immer bessere Versorgung zu ermöglichen, wurde er 2003 mit dem Gesundheitspreis der Stadt Wien für das Ernährungszustandsmonitoring von Alzheimer-Kranken ausgezeichnet. Im Zuge seines Masterstudiums der Geriatrie hat er seine Entwicklung des Epigenetic Brain Protector wissenschaftlich fundiert und empirisch überprüft. Im September 2015 gründete er NUGENIS, ein Unternehmen, mit dem er Wissenschaft und Anwendung zusammenbringen möchte. Damit können Menschen unmittelbar von den Ergebnissen der Angewandten Epigenetik für ihre Gesundheit profitieren. Mit dem Epigenetic Brain Protector hat Dr. Eduard Rappold, MSc bereits für internationales Aufsehen gesorgt – auf der international wichtigsten Innovationsmesse, der iENA, wurde er 2015 mit einer Goldmedaille für hervorragende Leistungen zum Schutz vor Neurodegeneration ausgezeichnet. Auf den Webseiten nugenis.eu, epigenetik.at, spermidine-soyup.com und facebook.com/nugenis können Themen zur Epigenetik und Aktuelles nachgelesen werden.