Ist Gesundheit eine Illusion?

Eine Illusion wäre eine Selbsttäuschung durch falsche Wahrnehmung der Wirklichkeit, die einem Wunschdenken entspricht.

Entspricht unsere Gesundheitsvorstellung einem Wunschdenken?

Gesundheitsvorsorge, Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung, so auch Sport, Wellness, Fitness und gesunde Ernährung sind Teil eines Wunschdenkens, um für seine Gesundheit genug zu tun.

 

Gesundheit ist EIN Zufall. Unbeeinflußbare Limitationen unserer Gesundheit finden sich in der Genetik.

Ein Beispiel:

Jeder Mensch ist einzigartig, und der Grund dafür liegt auch in seinen Genen. Varianten eines Gens unterscheiden sich aber meist nur geringfügig, in 90 % der Fälle ist nur eine einzelne Base der DNA-Sequenz ausgetauscht. Man spricht in diesem Fall von einem single nucleotide poly­morphism (SNP, sprich “snip”).

Ein Mensch unterscheidet sich an mehreren Millionen Stellen der DNA-Sequenz von einem anderen Menschen, etwa 100 000 Veränderungen wirken sich auf die erzeugten Proteine aus.

SNPs finden sich häufig in Bereichen, welche die Aktivität von Genen regulieren, und können so indirekt den Verlauf von Krankheiten beein­flussen. Sie gestalten teilweise die Expression (Genexpression) oder die Funktion eines Gens mit.

SNPs sind das Fundament der genetischen Diversität und Individualität.

 

◊ Gesundheit ist KEIN Zufall und Gesundheit ist durch Gesundheitsvorsorge möglich

Das heißt, Gesundheit muss immer aktiv gestaltet und mitgestaltet werden.

Hier die Gründe:

 

◊ Reaktive Sauerstoff- und Stickstoffverbindungen (ROS und RNS)

Sauerstoff (O2) ist ein elementarer Bestandteil unseres Lebens. Im Rahmen der Zellatmung ist er wesentlich an der Bereitstellung des biochemischen Energielieferanten Adenosintriphosphat (ATP) beteiligt und dient dadurch der Aufrechterhaltung des Stoffwechsels aller aeroben Organismen.

Mitochondrien produzieren jeden Tag die Menge an Adenosintriphosphat (ATP), die dem Körpergewicht des Organismus entspricht!

Der Sauerstoff kann jedoch auch bestimmte reaktive Verbindungen eingehen. Dies gilt auch für Verbindungen des Stickstoffs.

Meist handelt es sich dabei um freie Radikale, also Atome oder Moleküle, die ein oder mehrere ungepaarte Elektronen besitzen und deswegen danach streben, mit anderen chemischen Verbindungen zu reagieren und Elektronen aufzunehmen, wodurch sie reduziert und letztere oxidiert werden.

All diesen ROS und RNS ist gemeinsam, dass sie durch Oxidationsprozesse an zellulären Makromolekülen wie Lipiden, Proteinen oder Nukleinsäuren Schäden hervorrufen können und dadurch die Integrität und Funktionalität der Zelle gefährden und unser Altern vorantreiben.

 

◊ Als eine der Hauptquellen der endogenen ROS-Produktion und der ATP-Produktion gelten die Mitochondrien

Mitochondrien finden sich im Zytoplasma, das ist der gesamte lebende Inhalt einer Zelle, einer jeden Körperzelle, mit Ausnahme der roten Blutkörperchen. In jeder Gehirnzelle, Herzmuskel- und Skelettmuskelzelle sind bis zu 1000 Mitochondrien und in der sehr stoffwechselaktiven Leberzelle sind bis zu 5000 Mitochondrien enthalten.

Abb. Außenmembran und Innenmembran mit Cristae; intermembranöser Raum (MaoB) und Matrixraum (ATP-Produktion)

Mitochondrien beherbergen in ihrer inneren Phospholipidmembran die Komplexe der ATP- produzierenden Atmungskette, weshalb sie auch als Kraftwerke der Zelle bezeichnet werden.

Die dabei schrittweise freiwerdende Energie ermöglicht einen Protonen (H+ )- Transport an Komplex I, III und IV und erzeugt einen transmembranösen elektrochemischen H+ -Gradienten. An einem weiteren Komplex, der ATP-Synthase (Komplex V), folgen die Elektronen ihrem Konzentrationsgradienten und liefern dabei letztlich die Energie zur Synthese von Adenosintriphosphat (ATP) aus Adenosindiphosphat (ADP) und anorganischem Phosphat.

Abb. ATP-ase

Aber 1-3% der Elektronen entweichen an Komplex I und III  und generieren Superoxid-Anionen (O2• – ). Das Superoxid-Anion O2 • – stellt das Ausgangsprodukt für die Synthese einer Reihe weiterer ROS dar. So wird das reaktionsfreudige O2 • – rasch unter Anlagerung von zwei Protonen spontan oder durch das Enzym Superoxiddismutase (SOD) zu Wasserstoffperoxid (H2O2) reduziert.

H2O2 gilt es als relativ reaktionsfreudig und reagiert in der metallkatalysierten Fenton-Reaktion in Anwesenheit von Eisenionen weiter zu dem hochreaktiven und aggressiven Hydroxyl-Radikal •OH. Mit einem Redoxpotential von +185 mV gilt dieses als extrem starkes Oxidationsmittel, das mit einer Halbwertzeit von 10-9 s äußerst kurzlebig und radikal mit nahezu allen umgebenden Makromolekülen reagiert und so zu vielfältigen Zellschäden führt.

 

◊ Die äußere Mitochondrienmembran trägt Monoaminooxidasen (MAOs) vom Subtyp A und B

MAO-A und MAO-B finden sich im Gehirn in den Astrozyten und Neuronen, im endoplasmatischen Retikulum, wo die Umschreibung der Erbinformation in die Proteinstruktur erfolgt und in den Lysosomen, die eine wichtige Aufgabe bei der Zellmüllentsorgung haben.

Der Anteil der MAOB im Gehirn beträgt 80% der Monoaminooxidasen (MAOs), aber MAOs sind auch außerhalb des Gehirns zu finden.

Abb. MAO B an der äußeren Lipidmembran der Mitochondrien verankert

Monoaminoxidasen (MAOs) MAO A als auch MAO B , die spezifisch an der äußeren Mitochondrienmembran verankert sind, bauen  Monoamine (DopaminTyramin und TryptaminPhenylethylamin und Benzylamin, SerotoninMelatoninNoradrenalin und Adrenalin durch oxidative Desaminierung mit Hilfe von H2O und O2 zu den entsprechenden zytotoxischen AldehydenAmmoniak und Wasserstoffperoxid ab.

Durch die oxidative Desaminierung der Monamine entsteht ein molekularer Teufelskreis, in dem sich oxidativer Zellstress und Schäden an mitochondrialen Proteinen und mitochondrialer DNA gegenseitig verstärken.

 

Die Ursache für die verstärkte Expression (Bildung) von MAOB ist die Untermethylierung (Fehlen der Methyl-Gruppen als regulierender Marker an der Erbsubstanz) des Genortes der MAOB

Eine erhöhte MAO B-Expression findet sich im Alter, hier ist die MAO B auf das 3 bis 4-fache erhöht, bei der Alzheimerkrankheit mit spätem Beginn (80% der Demenzen), bei toxischem Stress, Burnout und Depressionen, bei Rauchern, Alkoholabusus, Drogenabusus, Protonenpumpen-Hemmer – (PPI) – Langzeiteinnahme und bei einer Langzeitcortisontherapie.

Dopamin ist eine Hauptquelle der intrazelluläre reaktive Sauerstoffspezies- Produktion (ROS).

Ein wichtiger Akteur für frühes Altern und Zellschädigung, ist der Dopamin-Stoffwechsel selbst, der als eine Hauptquelle der intrazelluläre reaktive Sauerstoffspezies- Produktion gilt. Dopamin wird überwiegend durch MaoB oxidativ desaminiert.

Hier liegt der Ursprung der mitochondrialen Funktionsstörungen.

 

◊ Mitochondriale Dysfunktion ist ein sehr frühes Ereignis

Mitochondriale Dysfunktion ist ein sehr frühes Ereignis bei Altern und bei vielen neurodegenerativen Erkrankungen, wie Huntington-, Parkinson- und Alzheimer- Krankheit mit spätem Beginn, Amyotrophe Lateralsklerose, Schlaganfall und Epilepsie. Zudem liefern Untersuchungen in den letzten Jahren auch Hinweise für eine Fehlfunktion der Mitochondrien bei psychiatrischen Erkrankungen, wie z.B. Bipolarer Störung und Depression. Es findet sich auch potenzielle Überschneidung zwischen psychiatrischen Störungen und Stoffwechselstörungen, wie dem Diabetes mellitus.

Abb. Überexpression von MAO-B bei Patienten mit schwerer depressiver Störung

Die Untermethylierung der Gene führt zu Expression von „Altersproteine“/“Enhancer“.

Als Beispiel bei der Entstehung der Alzheimer-Krankheit mit der vermehrten Expression von DSCAML1 – , BACE1 – , PSEN1 –  und MAOB – Genen, die ursächlich für die Amyloid- und Tau-Pathologie sind.

 

◊ Die Limitationen unserer Gesundheit

So wird eine verminderten Adenosin-5′-triphosphat (ATP) -Produktion aus der Mitochondrienschädigung (mitochondriale Dysfunktion) und eine erhöhte Produktion reaktiver Sauerstoff- und Stickstoffspezies (RONS), bedingt durch die erhöhte Expression von MAOB- Gen bei Untermethylierung des Genortes bei Ademetioninmangel der Ausgangspunkt vieler Krankheiten.

 

Gibt es Hilfe?

Die Lösung des Problems ist die zeitgerechte und regelmäßige Substitution von Ademetionin.

Ademetionin ist der einzige Methylgruppen-Donator für unsere Erbsubstanz und verhindert die Untermethylierung am Genom.

Abb. In den Produkten der Angewandten Epigenetik von NUGINIS liegt Ademetionin in einer präventiven Dosis von 400 mg vor.

 

◊ Die de novo Biosynthese von Ademetionin und Spermidin ist altersabhängig

Die Produktion von S-Adenosylmethionin (Ademetionin) beim Menschen findet hauptsächlich in der Leber statt.

Ein lebergesunder, unter 30 Jahre alter Erwachsener synthetisiert ungefähr 8 g S-Adenosylmethionin (Ademetionin) pro Tag.

Das natürliche Vorkommen  von Ademetionin in der Zelle und seine Biosynthese, nehmen mit dem 35. Lebensjahr ab

(ab diesen Zeitpunkt ist die Ademetionin (S-Adenosylmethionin) – Biosynthese in den Leberzellen rückläufig).

Dieser vom Lebensalter abhängige Ademetionin-Mangel hat eine altersabhängige Hypomethylierung (Untermethylierung) der Erbsubstanz zur Folge.

 

Auch der Spermidingehalt in den Zellen und die Spermidin-Synthese nimmt vor dem 40. Lebensjahr deutlich ab.

Die Synthese von Spermidin erfolgt durch Amino-Propylierung und für die Synthese von Spermidin und Spermin ist S-Adenosylmethionin (Ademetionin) notwendig.

 

Ihr Eduard Rappold

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Epigenetik und Gesundheit

Alles was Sie über Ademetionin wissen sollten

Eduard Rappold

Dr. Eduard Rappold, MSc ist ein erfahrener Forscher und Arzt, der sich seit Jahrzehnten für geriatrische PatientInnen einsetzt. In seinem Bemühen für Alzheimer-Erkrankte eine immer bessere Versorgung zu ermöglichen, wurde er 2003 mit dem Gesundheitspreis der Stadt Wien für das Ernährungszustandsmonitoring von Alzheimer-Kranken ausgezeichnet. Im Zuge seines Masterstudiums der Geriatrie hat er seine Entwicklung des Epigenetic Brain Protector wissenschaftlich fundiert und empirisch überprüft. Im September 2015 gründete er NUGENIS, ein Unternehmen, mit dem er Wissenschaft und Anwendung zusammenbringen möchte. Damit können Menschen unmittelbar von den Ergebnissen der Angewandten Epigenetik für ihre Gesundheit profitieren. Mit dem Epigenetic Brain Protector hat Dr. Eduard Rappold, MSc bereits für internationales Aufsehen gesorgt – auf der international wichtigsten Innovationsmesse, der iENA, wurde er 2015 mit einer Goldmedaille für hervorragende Leistungen zum Schutz vor Neurodegeneration ausgezeichnet. Auf den Webseiten epigenetik.at und facebook.com/nugenis können Themen zur Epigenetik und Aktuelles nachgelesen werden.