Gibt es eine Koevolution oder sind Pflanzen unsere Verwandten?

Verhältnisähnlichkeit (Analogie) zwischen dem Bereich der Pflanzen und jenem der Tiere

Wir alle haben den gleichen Ursprung und sind mit sämtlichen Lebewesen dieser Erde aufgrund unserer Gene verwandt. Wir sind in gegenseitiger Abhängigkeit mit allen Lebewesen sowie den geologischen und atmosphärischen Gegebenheiten.

Julien Offray de La Mettrie lebte als Gast des Preußenkönigs Friedrich II. in Potsdam und lässt 1747 sein Manuskript “Homme-plante“, „Der Mensch als Pflanze“, erstmals drucken und schreibt im Vorwort: „Allein die Verhältnisähnlichkeit (Analogie) zwischen dem Bereich der Pflanzen und jenem der Tiere hat mich entdecken lassen, dass man die wichtigsten Teile des einen im andern vorfindet… Wir beginnen, die einheitliche Gestalt der Natur zu entdecken…“.

Die Verhältnisähnlichkeit (Analogie) zwischen dem Bereich der Pflanzen und jenem der Tiere, die La Mettrie anmerkte, ist eine noch heute nicht beantwortete Fragestellung: Gibt es eine Koevolution oder sind Pflanzen unsere Verwandten?

Die vollständige Dichotomie zwischen pflanzlichen und tierischen Metaboliten könnte eine Fehlinterpretation darstellen. Pflanzen sind evolutionär gesehen älter als Tiere. Sie erschienen früher als Tiere auf der Erde und begannen vermutlich früher als Tiere mit der Biosynthese ihrer Metaboliten.

 

Dass Pflanzen unsere Verwandten sind, zeigt sich an drei Beispielen

DIE ERFINDUNG DES MITOCHONDRIUMS DURCH ENDOBIOSE

So wurde das Adenosintriphosphat (ATP) aus der Atmungskette der Mitochondrien und Chloroplasten zum wichtigsten Stoffwechselmolekül der Lebewesen und Pflanzen. Chloroplasten-ATP-Synthasen und Mitochondrium-ATP-Synthasen sind zentrale Bestandteile aller membranbasierten biologischen Energieumwandlungssysteme und die einzigen bekannten makromolekularen Maschinen, die einen elektrochemischen Transmembrangradienten direkt in die chemische Energie einer kovalenten Bindung umwandeln. ATP-Synthasen von Chloroplasten, Mitochondrien und Bakterien stimmen im Wesentlichen mit demselben Bauplan überein.

Als Vorläufer eines METABOLISMUS VON EIN-KOHLENSTOFF (C1) -EINHEITEN

Trotz der zentralen Bedeutung, Einzigartigkeit und Rätselhaftigkeit wurde die C1-Biochemie in der Vergangenheit bei Pflanzen nur unzureichend erforscht, zum Teil, weil ihre Enzyme und Zwischenprodukte dazu neigen, labil zu sein und auch nicht reichlich verbreitet sind.

Das durch ATP „aktivierte Methionin“, das S-Adenosylmethionin (Ademetionin), ist der Methylgruppendonator für die Methylierung der DNA und von Chromatin. Dies deutet darauf hin, dass die primäre Schnittstelle zwischen der Umwelt und dem Epigenom das bioenergetische System ist,  das Mitochondrium, und Ademetionin als Schlüsselmolekül gemeinsam mit ATP den Stoffwechsel limitiert und zugleich eine zentrale Rolle in der Epigenetik hat.

Cantoni, GL 1975. Biologische Methylierung: Ausgewählte Aspekte. Annu. Rev. Biochem. 44: 435–451.PubMedCrossRefGoogle Scholar

Chiang, PK, RK Gordon, J. Tal, GC Zeng, BP Doctor, K. Pardhasaradhi und PP McCann. 1996. S-Adenosylmethionin und Methylierung. FASEB J. 10: 471–480. PubMedGoogle Scholar

 

Die De-novo-Synthese von Spermidin und Spermin

bei Pflanzen und Tiere (Menschen) braucht die Hilfe von Ademetionin (S-Adenosylmethionin). Putrescin wird durch Spermidinsynthase durch Addition einer Propylamingruppe, die aus der Decarboxylierung von S-Adenosylmethionin stammt, in Spermidin umgewandelt. Anschließend wird Spermidin durch Sperminsynthase in Spermin umgewandelt, wobei eine zweite Propylamingruppe hinzugefügt wird.

 

Diätetische Verbindungen, die Methylgruppendonatoren enthalten

Diätetische Verbindungen, die Methylgruppendonatoren enthalten, sind wichtige Regulatoren der nuklearen DNA-Methylierung. S-Adenosylmethionin ist der Hauptmethylgruppendonor bei verschiedenen Methyltransferase-Reaktionen und wird im Körper aus Methionin hergestellt.

Methionin ist die aktive Komponente von pflanzlichem Methionin (eine Kombination aus Kräutern wie Cicer arietinum, Triticum sativum, Phaseolus mungo, Mucuna pruriens und Allium cepa), die im Ayurveda und in der Kräuterkunde verwendet wird. Unter diesen Kräutern ist Mucuna pruriens ein Antioxidans.  Mucuna Pruriens-Extrakt ist reich an Methionin und kann den S-Adenosylmethionin-Spiegel im Körper beeinflussen. Eine erhöhte Produktion von S-Adenosylmethionin aus pflanzlichem Methionin erhöht die Bioverfügbarkeit von Methylgruppen (Metaboliten), die epigenetische Tags zur DNA-Methylierung darstellen.

Riya R. Kanherkar et al. Epigenetic Mechanisms of Integrative Medicine. Evid Based Complement Alternat Med. 2017; 2017: 4365429.

Die Produkte der Angewandten Epigenetik von NUGENIS enthalten in präventiver Dosis Ademetionin, den Methylgruppendonator für die Erbsubstanz:

 

Ihr Eduard Rappold

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Eduard Rappold

Dr. Eduard Rappold, MSc ist ein erfahrener Forscher und Arzt, der sich seit Jahrzehnten für geriatrische PatientInnen einsetzt. In seinem Bemühen für Alzheimer-Erkrankte eine immer bessere Versorgung zu ermöglichen, wurde er 2003 mit dem Gesundheitspreis der Stadt Wien für das Ernährungszustandsmonitoring von Alzheimer-Kranken ausgezeichnet. Im Zuge seines Masterstudiums der Geriatrie hat er seine Entwicklung des Epigenetic Brain Protector wissenschaftlich fundiert und empirisch überprüft. Im September 2015 gründete er NUGENIS, ein Unternehmen, mit dem er Wissenschaft und Anwendung zusammenbringen möchte. Damit können Menschen unmittelbar von den Ergebnissen der Angewandten Epigenetik für ihre Gesundheit profitieren. Mit dem Epigenetic Brain Protector hat Dr. Eduard Rappold, MSc bereits für internationales Aufsehen gesorgt – auf der international wichtigsten Innovationsmesse, der iENA, wurde er 2015 mit einer Goldmedaille für hervorragende Leistungen zum Schutz vor Neurodegeneration ausgezeichnet. Auf den Webseiten epigenetik.at und facebook.com/nugenis können Themen zur Epigenetik und Aktuelles nachgelesen werden.