Lancet Countdown 2024: Klimakrise wird zur Gesundheitskrise

Der Lancet Countdown 2024 macht deutlich: Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise. Ein Umdenken in Politik und Gesellschaft ist erforderlich, um Gesundheitsschutz und Klimaschutz gemeinsam voranzutreiben.

Er zeigt alarmierende Entwicklungen: Der Klimawandel bedroht die globale Gesundheit in nie dagewesenem Ausmaß. Zehn von fünfzehn untersuchten Indikatoren erreichten Rekordwerte – ein deutliches Warnsignal für Politik, Gesundheitswesen und Gesellschaft.Wikipedia+3Le Monde.fr+3The Lancet+3

Rekordhitze und steigende Sterblichkeit

Die Zahl der hitzebedingten Todesfälle bei über 65-Jährigen ist seit den 1990er Jahren um 167 % gestiegen. Im Jahr 2023 waren Menschen weltweit durchschnittlich 1.512 Stunden extremer Hitze ausgesetzt, was zu einem Verlust von 512 Milliarden Arbeitsstunden führte. Besonders betroffen sind Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen.Wikipedia+5Le Monde.fr+5Der Guardian+5Financial Times+1Le Monde.fr+1

Ausbreitung von Infektionskrankheiten

Klimabedingte Veränderungen fördern die Verbreitung von Krankheiten wie Dengue, Malaria und dem West-Nil-Virus. Im Jahr 2023 wurden weltweit über 5 Millionen Dengue-Fälle in mehr als 80 Ländern registriert – ein neuer Höchststand.Financial Times+2The Journalist’s Resource+2Der Guardian+2

Luftverschmutzung und fossile Brennstoffe

Trotz der bekannten Gesundheitsrisiken investieren Regierungen weiterhin in fossile Energien. Im Jahr 2022 beliefen sich die Subventionen für fossile Brennstoffe auf 1,4 Billionen US-Dollar. Gleichzeitig zeigen Studien, dass die Schließung von Kohlekraftwerken die durch Luftverschmutzung verursachten Todesfälle um 7 % reduziert hat.Axios+3deohs.washington.edu+3Der Guardian+3elpais.comLatest news & breaking headlines

Gesundheitssysteme unter Druck

Der Report warnt vor überlasteten Gesundheitssystemen, die mit den zunehmenden klimabedingten Gesundheitsproblemen nicht Schritt halten können. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die Resilienz der Gesundheitssysteme zu stärken und sie auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten.

Ihr

Eduard Rappold

nugenis.eu

Eduard Rappold ist Autor, Unternehmer und als Arzt wissenschaftlicher Vermittler im Bereich Epigenetik und Präventionsmedizin. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, wie Umwelt, Verhalten und biografische Erfahrungen die Regulation unserer Gene beeinflussen – und welche Konsequenzen sich daraus für Gesundheit, Alterungsprozesse und chronische Erkrankungen ergeben. Sein Ansatz verbindet: aktuelle Erkenntnisse der Epigenetik neurobiologische Stressforschung mitochondriale und metabolische Regulation präventive und lebensstilbasierte Medizin Als Betreiber der Plattform epigenetik.at macht er komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge für ein breites Publikum zugänglich. Dabei liegt der Fokus auf einer klaren, verständlichen Darstellung ohne Vereinfachung der Inhalte. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Rolle von chronischem Stress als zentralem biologischen Faktor für Dysregulation, beschleunigtes Altern und Krankheitsentstehung. Eduard Rappold ist zudem Co-Autor einer wissenschaftlichen Studie zur Rolle von Antioxidantien und genetischen Faktoren bei neurodegenerativen Erkrankungen, insbesondere Alzheimer.